Monatlich zahlen für die eigene Sitzheizung? Der irrsinnige Abo-Wahn erobert unsere Gadgets!

Monatlich zahlen für die eigene Sitzheizung? Der irrsinnige Abo-Wahn erobert unsere Gadgets! · Avonetics
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen eine Kaffeemaschine im Wert von dreihundert Euro, packen sie zu Hause aus und wollen den ersten Espresso brühen. Doch auf dem Touchscreen erscheint eine Fehlermeldung: Bitte schließen Sie ein Premium-Abonnement für monatlich vier Euro neunundneunzig ab, um die Heißwasser-Funktion freizuschalten. Was wie eine absurde Dystopie klingt, ist in der Welt moderner Gadgets und Autos längst Realität geworden.
Ob vernetzte Überwachungskameras, smarte Ringe zur Schlafanalyse oder sogar neuwertige Mittelklassewagen: Die Technologiebranche entdeckt das Prinzip des wiederkehrenden Kassierens für sich. Hardware wird einmalig verkauft, doch wer die verbauten Funktionen auch tatsächlich nutzen möchte, wird regelmäßig zur Kasse gebeten.
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Besonders die Automobilbranche sorgt mit diesen Experimenten immer wieder für lautstarken Unmut. Da verbauen Hersteller ab Werk funktionstüchtige Heizdrähte in den Sitzen, schalten diese aber erst frei, wenn der Fahrzeughalter eine monatliche Gebühr im digitalen Store entrichtet. Ein Nutzer kommentiert trocken, dass man mittlerweile das Gefühl habe, das eigene Auto nur noch vom Konzern zu leihen, statt es zu besitzen.
In der Smarthome-Welt sieht es kaum besser aus. Beliebte Sicherheitskameras reduzieren ihren Funktionsumfang ohne kostenpflichtigen Cloud-Tarif auf ein absolutes Minimum. Vergleicht man die Anschaffungskosten mit den über fünf Jahre auflaufenden Abo-Gebühren, verdoppelt sich der tatsächliche Preis des Geräts nicht selten. Ein Foren-Mitglied betont, dass man hier systematisch in eine Abhängigkeit getrieben werde.
Your brand, right here.Reach story-obsessed listeners in 45+ languages → advertise on AvoneticsDie Hersteller rechtfertigen den Trend mit den kontinuierlichen Kosten für Server-Infrastrukturen und laufende Software-Updates. Wenn ein Gerät über Jahre hinweg sicher gehalten werden soll, müsse diese Entwicklungsarbeit finanziert werden, argumentieren Brancheninsider.
Doch in der Tech-Community wächst der Widerstand. Immer mehr Bastler und Entwickler greifen zu eigener Software, um ihre Smarthome-Geräte aus der Abhängigkeit der Hersteller-Server zu befreien. Zudem fordern Verbraucherschützer strenge Gesetze gegen die künstliche Deaktivierung verbauter Hardware-Komponenten.
Ob der Abo-Zwang die Zukunft der Technikwelt bleibt oder am Protest der Käufer scheitert, diskutieren die Moderatoren Niklas und Emma intensiv in der aktuellen Ausgabe des Podcasts Pixelgeflüster.