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Gamer-Abzocke in Europa? Warum Grafikkarten im Ausland bis zu 30 Prozent mehr kosten!

Eine umfassende Preisanalyse offenbart enorme Unterschiede bei identischer PC-Hardware innerhalb der EU – mit Deutschland als unangefochtenem Preissieger.
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Gamer-Abzocke in Europa? Warum Grafikkarten im Ausland bis zu 30 Prozent mehr kosten! · Avonetics

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Wer in Europa einen neuen Gaming-PC zusammenstellt, erlebt beim Blick auf die Preise oft sein blaues Wunder. Dieselbe Grafikkarte, exakt dasselbe Modell vom selben Hersteller – doch je nachdem, in welchem EU-Land man sich befindet, unterscheidet sich die Rechnung an der Kasse um mehrere hundert Euro.

Eine neue Datenauswertung eines bekannten Preis-Trackers für Computer-Hardware bringt das Ausmaß der Preisunterschiede nun ans Licht. Über 31 identische Grafikkarten-Modelle hinweg wurden am selben Tag die Preise in acht europäischen Ländern verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Deutschland ist durchgehend das günstigste Pflaster für Hardware-Käufer.

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Im Schnitt zahlten deutsche Kunden für das untersuchte GPU-Portfolio rund 674 Euro. In Frankreich lag der Schnitt bereits bei über 735 Euro, in den Niederlanden und Österreich bei knapp 738 Euro. Richtig teuer wird es in Südeuropa: In Portugal schlug dasselbe Karten-Paket mit durchschnittlich knapp 779 Euro zu Buche.

Besonders dramatisch sind die Spitzenwerte bei einzelnen Modellen. Eine Asus TUF Gaming RX 9070 XT schlägt in Deutschland mit etwa 820 Euro zu Buche, während portugiesische Kunden dafür unfassbare 1.067 Euro auf den Tisch legen müssen. Das entspricht einem saftigen Aufschlag von 30 Prozent für exakt dasselbe Produkt.

Aber wie lassen sich solche eklatanten Abweichungen im europäischen Binnenmarkt erklären? Die Mehrwertsteuer ist es jedenfalls nicht. Zwar unterscheidet sich der Steuersatz zwischen Deutschland mit 19 Prozent und Portugal mit 23 Prozent leicht, doch dieser kleine Unterschied erklärt bei weitem keine Preisspannen von knapp einem Drittel des Warenwerts.

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Experten sehen den Hauptgrund im extrem hart umkämpften deutschen Retail-Markt. Mit etablierten Handelsriesen und hochfrequentierten Preisvergleichsportalen herrscht in Deutschland ein enormer Preiskampf. In kleineren Märkten oder Ländern wie Frankreich, wo wenige große Handelsgruppen den Markt dominieren, fehlt dieser Konkurrenzdruck fast vollständig.

In der Gaming-Community sorgt die Analyse für gewaltigen Gesprächsstoff. Ein Händler-Insider berichtete, dass immer mehr Kunden aus Italien, Spanien oder den Niederlanden direkt über deutsche Plattformen bestellen. Selbst inklusive internationaler Versandkosten sparen sie dabei oft dreistellige Beträge.

Doch ganz ohne Risiko ist der Grenzeinkauf nicht. Ein erfahrener Käufer wandte ein, dass beim grenzüberschreitenden Versand innerhalb der EU die Mehrwertsteuer des Empfängerlandes berechnet werden muss, was den Preis nachträglich erhöht. Zudem warnen viele vor Komplikationen im Garantiefall: Wer ein defektes Bauteil quer durch Europa zurückschicken muss, trägt oft das Nachsehen bei Kundenservice und Versandkosten.

Ob sich der Import aus Deutschland trotzdem als echter Geheimtipp erweist oder eher Kopfschmerzen bereitet, diskutieren die Hosts Niklas und Emma ausführlich in der aktuellen Ausgabe von Pixelgeflüster.

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