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„Wir sind doch eine Familie!“: Wie eine faule Chefin ihr Büro spionierte und das Chaos ausbrach

Zwischen dem sechsten Luxusurlaub der Chefin und Ortungs-Software auf Privathandys zieht eine Angestellte nun den Schlussstrich.
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„Wir müssen ab jetzt wieder mehr wie eine Familie werden.“ Mit diesem Satz versuchte die Inhaberin einer kleinen Versicherungsagentur kürzlich, die miese Stimmung in ihrem Büro zu retten. Doch was als Aufruf zum Zusammenhalt gedacht war, entpuppte sich als der Startschuss für ein handfestes Büro-Drama.

Die Realität hinter den Kulissen sieht nämlich düster aus: Während die Umsätze im Keller sind und das Vertriebsteam ohne Führung dasteht, genießt die Chefin das Leben. Bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr verabschiedete sie sich in den Urlaub. Wenn sie nicht gerade verreist ist, stehen Maniküre, Shopping-Touren und private Ausflüge auf dem Programm – während die Belegschaft die Kastanien aus dem Feuer holen soll.

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Besonders eine Angestellte aus dem Kundenservice spürt den Druck hautnah. Obwohl sie der Agentur jeden Monat Tausende Euro rettet und akribisch Termine organisiert, wird ihr mit Kündigung gedroht. Der Grund? Die Chefin sagt gebuchte Kundentermine lieber kurzfristig ab, weil ihr spontan etwas Privates dazwischengekommen ist.

Um die Kontrolle über das strauchelnde Schiff nicht völlig zu verlieren, griff die Vorgesetzte nun zu extremen Mitteln. Anstatt bei einem Fall von Arbeitszeitbetrug das Gespräch zu suchen oder personelle Konsequenzen zu ziehen, installierte sie zunächst eine Überwachungskamera am Eingang. Kurz darauf folgte die Aufforderung, alle Mitarbeiter müssten eine Tracking-App auf ihren privaten Smartphones installieren.

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Die Betroffene weigert sich standhaft. Es sei eine Frechheit, das eigene, privat bezahlte Handy zur Mitarbeiter-Überwachung herzugeben, nur weil die Chefin keine Präsenz im Büro zeigen wolle. Auch den Vorschlag, teambildende Maßnahmen in der unbezahlten Freizeit an Wochenenden durchzuführen, bügelte sie rigoros ab.

In der Online-Community kochen die Emotionen hoch. Ein Kommentator merkte ironisch an, dass die Bezeichnung „Familie“ im Firmenkontext meist bedeutet, dass man besonders dreist ausgenutzt wird. Ein anderer Leser riet dazu, kühlen Kopf zu bewahren, strikt nach Arbeitsvertrag zu handeln und die Zeit zu nutzen, um im Hintergrund nach einem neuen Job zu suchen.

Für die Angestellte steht fest: Die Bewerbungen sind verschickt, die Tage in der Agentur gezählt. Wie man sich gegen gängelnde Vorgesetzte wehrt und wo die rote Linie bei Überwachung am Arbeitsplatz verläuft, diskutieren auch die Hosts in der aktuellen Folge des Podcasts.

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