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Das Schicksal des 4. August: Zwei Verbrechen, vier Mädchen und ein Schatten für die Ewigkeit

An demselben Sommertag erschütterten zwei tragische Kriminalfälle Texas und England – geprägt von grausamen Morden, Ermittlungsfehlern und nationaler Trauer.
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Das Schicksal des 4. August: Zwei Verbrechen, vier Mädchen und ein Schatten für die Ewigkeit · Avonetics

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Der 4. August gilt in der Kriminalgeschichte als ein Datum des Grauens. An genau diesem Kalendertag, getrennt durch drei Jahrzehnte und Tausende Kilometer, spielten sich zwei Verbrechen ab, die das Vertrauen zweier Nationen tief erschütterten.

Im Jahr 1971 verabschiedeten sich die 14-jährige Rhonda Johnson und die 13-jährige Sharon Shaw in Galveston, Texas, für einen Tag am Strand. Am Nachmittag schlenderten sie den Seawall Boulevard entlang. Es war das letzte Mal, dass man sie lebend sah. Monate später wurden ihre Überreste im Clarke Lake entdeckt. Unter massivem Erfolgsdruck erzwang die Polizei ein Geständnis des einfachen Tankwarts Michael Lloyd Self. Trotz massiver Widersprüche zwischen seinen Aussagen und den Fakten wurde Self zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Erst Jahre später flogen die verhörenden Beamten wegen Bankraubs auf. Self starb im Jahr 2000 im Gefängnis an Krebs – unschuldig. Kurz darauf gestand der Serienmörder Edward Harold Bell die Morde. Er wurde für die Taten an den beiden Mädchen nie verurteilt und nahm das Geheimnis 2019 mit ins Grab.

Exakt 31 Jahre nach dem Verschwinden von Rhonda und Sharon wiederholte sich die Tragödie im englischen Soham. Am 4. August 2002 verließen die beiden zehnjährigen Freundinnen Holly Wells und Jessica Chapman eine Grillparty, um Süßigkeiten zu kaufen. Beide trugen rote Manchester-United-Trikots. Sie kehrten nie zurück.

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Ein ganzes Land bangte tagelang mit den Familien. Der Hausmeister der örtlichen Schule, Ian Huntley, gab vor laufenden Kameras Interviews und gab sich als besorgter Bürger. Doch seine Nervosität erweckte Verdacht. Tagelange Nachforschungen führten schließlich zum Fund der Kinderleichen in einem Entwässerungsgraben in Suffolk. Spuren in Huntleys Auto und Kleidung der Mädchen in seinem Arbeitsumfeld führten zu seiner Festnahme. Seine Lebensgefährtin Maxine Carr hatte ihm zunächst ein falsches Alibi verschafft. Huntley wurde wegen zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, Carr wegen Justizbehinderung.

Die Resonanz in der Bevölkerung war überwältigend. Ein Beobachter erinnerte sich daran, wie er als Gleichaltriger im Urlaub von der Tat las und eine schlagartige Eiskälte spürte – der Moment, in dem ihm bewusst wurde, wie gefährlich die Welt sein kann. Andere verglichen die Welle der Trauer und die Blumenmeere in Soham mit den Reaktionen nach dem Tod von Prinzessin Diana. Es war der Verlust der Unschuld einer ganzen Generation.

Welche Lehren ziehen wir aus diesen parallelen Tragödien? Auf unserem Podcast Schattenakten vertiefen die Moderatoren die Hintergründe dieser beiden Fälle und diskutieren die gravierenden Ermittlungsfehler sowie die psychologischen Abgründe der Täter.

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